Die Wiener Steinhofgründe gehörten einst zum Psychiatrischen Krankenhaus Baumgartner Höhe. Die Obstwiesen, Viehweiden, Gemüsegärten und Glashäuser dienten der Nahrungsmittelversorgung des Spitals. Ab den 1950er Jahren erfolgte die Versorgung der Wiener Spitäler zunehmend zentral, die Nahrungsmittelproduktion auf den Steinhofgründen wurde eingestellt. Gegen Ende der 1970er Jahre gab es Pläne, das nun „nutzlose“ Gebiet zu verbauen. Eine große Bürgerinitiative konnte die Abhaltung einer Volksbefragung erwirken: 140.000 Wienerinnen und Wiener sprachen sich gegen die Verbauung aus.

Heute sind die Steinhofgründe ein beliebtes Erholungsgebiet. Mit seinen vielfältigen Lebensräumen und der Lage am Wienerwaldrand sind die Steinhofgründe ein bedeutender Naturraum. Totholzreiche Wälder, Magerwiesen, Streuobstwiesen, Quellen und ein Bachlauf mit Kopfweiden sind der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Seit dem Jahr 2005 sind sie auch als Pflegezone im Biosphärenpark Wienerwald nominiert.

Der südlich angrenzende Dehnepark wurde im 18. Jahrhundert als privater Landschaftspark im Tal des Rosenbaches angelegt. Heute ist er öffentlich zugänglich, beherbergt Wälder, Wiesen, Obstbäume, einen naturnahen Wienerwaldbach, zwei Teiche und zum Teil sehr alte Baumbestände.

Der nördlich angrenzende Ottakringer Wald ist einer der artenreichsten Eichenwälder im Wiener Stadtgebiet. Hier kommt zum Beispiel eine europaweit einzigartige Artenzahl und Bruthöhlendichte von Spechten vor.


 

Steinhofgründe - Dehnepark - Ottakringer Wald

zurückindex.html